30 April 2014 - 04:05

- Ein ägyptisches Gericht hat 683 Muslimbrüder in erster Instanz zum Tode verurteilt.

Unter den Angeklagten ist auch das Oberhaupt der mittlerweile verbotenen islamistischen Muslimbruderschaft, Mohammed Badie. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen die Teilnahme an tödlichen Unruhen am 14. August 2013 vor, bei denen zwei Polizisten getötet worden waren. Als Reaktion darauf riefen die Muslimbrüder Angehörige und Sympathisanten ihrer Bewegung zu einer neuen „Revolution“ in Ägypten auf. Die von den Muslimbrüder 2013 gegründete „Nationale Koalition für die Unterstützung der Legitimität“ kündigte Protestaktionen an. In einer Erklärung, die in der Nacht auf heute verbreitet wurde, hieß es, die Schreie der zu Unrecht Verurteilten seien „bis in die Paläste der Plünderer zu hören“.